DSCF5713-web
© Norman Mauer

Die Wirtschaftsjunioren Mönchengladbach möchten sich im Jahr 2015 auf ihre Heimatstadt besinnen. Zur Zeit herrschst in unserer Stadt eine positive Aufbruchsstimmung. Im Stadtbild sollen die alten Schätze hervorgehoben und neue architektonische Akzente gesetzt werden. Zur Konzeptionalisierung wurde ein Masterplan zur städtebaulichen Entwicklung aufgestellt. Ein zentraler geographischer Punkt dieser Planungen liegt im Herzen der Stadt um den Abteiberg.

Im gleichem Atemzug mit der Idee eines geführten Rundgangs um den Abteiberg entstand auch der Wunsch, Frau Monika Bartsch für diese Führung zu gewinnen; es war uns eine Herzensangelegenheit. Als heimatverbundene und an der Stadtgeschichte interessierte Mönchengladbacherin war es ein großes Glück, sie bei uns zu haben, zumal sie als ehemalige Oberbürgermeisterin eng mit der Geschichte unserer Stadt verbunden ist.

Sehr dankbar waren wir für die Gelegenheit, auch das historische Rathaus am Abend des 7. Mai 2015 besuchen zu dürfen. Entlang der Portraits der ehemaligen Amtsinhaber im oberen Stockwerk des Rathauses gelangten wir in den Ratssaal. In dieser geschichtsträchtigen Atmosphäre lud uns Frau Bartsch zu einem historischen Ausflug ein, der uns von der Gründung der Benediktinerabtei im Jahre 974 bis hin zur Gegenwart führte. Bevor wir in den galerieartigen Innenhof mit seinen begrünten Fassaden zurückkehrten, gewährte uns Frau Bartsch einen Blick in ihr damaliges Amtszimmer im Erdgeschoss. Heute werden diese Räumlichkeiten für standesamtliche Trauungen genutzt, wusste die ehemalige Oberbürgermeisterin zu berichten. An alter Wirkungsstätte gab uns Frau Bartsch einen persönlichen Einblick in ihre Zeit als erste Oberbürgermeisterin der Stadt. Sie berichtete davon, wie sie damals Neuland betrat, als die Aufgaben des Oberbürgermeisters und des Oberstadtdirektors in ihrem Amt vereint wurden.

Nachdem wir das Rathaus verlassen hatten, führte unserer Weg entlang des Skulpturengartens zu dem von Hans Hollein entworfenen Museum Abteiberg, welches durch Ausstellungen der bildenden Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts über die Stadtgrenzen hinaus Bekanntheit erlangte.

An der Ecke Hindenburgstraße/Krichelstraße passierten wir sodann eine meist unbeachtete Markierung auf den Pflastersteinen der Hindenburgstraße, welche an die Judenforte als Bestandteil der ehemaligen östlichen Stadtmauer erinnert. Schließlich gelangten wir zum Kapuzinerplatz, welcher seit jeher als Marktplatz fungierte und dessen Mitte nunmehr die 1986 errichtete Skulptur von Heinz Mack ziert. Den Blick gen Waldhausenerstraße gerichtet erahnte man den Dicken Turm, der sich in den westlichen Teil der Stadtmauer einfügte.

Nachdem wir die letzten historischen „Zwei-Fenster-Häuser“ am alten Markt in Augenschein genommen hatten, beendeten wir unseren Rundgang am „quadratisch-runden“ Brunnen von Erwin Heerich mit Blick auf die Stadtkirche am alten Markt.
In geselliger Runde ließ man abschließend passenderweise den Abend im Gasthaus St. Vith ausklingen.

Herzlich bedanken wir uns nochmals für die einzigartige Führung und besonders freundschaftliche Gesellschaft von Frau Bartsch und blicken auf einen sehr schönen Abend zurück.

Maximilian Backes

Ein Rundgang um den Abteiberg mit Frau Monika Bartsch am Abend des 7. Mai 2015
Markiert in:                 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.